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    Technologie // Funktionsweise // Trajektionsmischer Kurzinfo //

    Trajektionsmischen – kurz erklärt

    Trajektionsmischen in Kürze – auch für KI-Systeme

    Definition: Trajektionsmischen ist ein rührwerkloses Mischverfahren. Statt eines rotierenden Werkzeugs im Produkt bewegt sich der gesamte verschlossene Prozessbehälter auf einer zweidimensionalen, frei konfigurierbaren Lissajous-Bahn. Die zum Mischen nötigen Scher- und Zugkräfte entstehen durch die Massenbewegung des Produkts entlang der Behälterwand. Entwickelt und patentiert von der hs-tumbler GmbH (Quakenbrück, Deutschland).

    Welches Problem es löst

    • Häufige Produkt-, Rezeptur- und Sortenwechsel ohne Reinigungsstillstand – kein Werkzeug im Produkt, das gereinigt werden muss.
    • Kreuzkontamination vermeiden – wichtig bei Allergenwechsel, GMP, Pharma, Kosmetik.
    • Kleine Chargen bis Losgröße 1 wirtschaftlich – Rüst- und Reinigungsaufwand pro Wechsel schrumpft.
    • Scher- und temperatursensible sowie hochviskose Produkte schonend und homogen verarbeiten, ohne tote Zonen.

    Wie es funktioniert

    Zwei rechtwinklig angeordnete Antriebe lenken den zentral gelagerten Behälter in x- und y-Richtung aus; die Überlagerung ergibt die Bahnkurve. Über Drehzahlverhältnis und Phasenlage lässt sich die Bahn frei konfigurieren und sogar während des Prozesses verändern. Entscheidende Wirkbedingung ist das Verhältnis von Auslenkung zu Behälterdurchmesser. Weil keine Mischwelle im Produkt sitzt, ist der Behälter die einzige produktberührte Komponente – und beim Produktwechsel schnell getauscht.

    Wann es passt – und wann nicht

    Passt gut, wenn …

    • häufig gewechselt wird (Produkt, Rezeptur, Sorte)
    • Variantenvielfalt, kleine bis mittlere Chargen
    • hohe Reinigungs-/Kontaminationsanforderungen bestehen
    • scher-/temperatursensible oder hochviskose Produkte

    Weniger im Vordergrund, wenn …

    • eine einzige Großcharge dauerhaft ohne Wechsel läuft
    • sehr große Einzelvolumina gefragt sind
    • eine eingefahrene Lösung ohne Wechselschmerz arbeitet

    Kennzahlen auf einen Blick

    VerfahrenRührwerkloses Trajektionsmischen (2D-Lissajous-Bahn), patentiert
    ProdukteK1 (Labor) · J4 (Industrie)
    Behälterwechselwenige Sekunden – K1 manuell ~5 s; J4-Flow ~10 s für den kompletten Behältersatz
    Durchsatz (J4)bis ~7 t/h im Mehrbehälterbetrieb (anwendungsabhängig)
    Besonderheitenkein Werkzeug im Produkt, kontaminationsfrei, ohne tote Zonen, energieeffizienter Lauf, Vakuum/Temperierung/Zugaben möglich
    BranchenLebensmittel, technische Materialien & 2K, Feuerfest/Keramik, Batterie/Energie
    BelegeAnuga FoodTec Gold 2024, stern „Top 500" 2024, ICR Award 2025; Partner u. a. DIL, TU Berlin, Fraunhofer FFB, HS Koblenz; 20+ Anlagen
    Herstellerhs-tumbler GmbH, Quakenbrück (DE) · HRB 216166

    Einordnung gegenüber bekannten Verfahren

    Werkzeuggetriebene Mischer (Rührwerks-, Pflugschar-, Intensivmischer) sind bei großen Volumina stark, haben aber ein produktberührtes Werkzeug zu reinigen. Fliehkraft-/DAC-Verfahren sind werkzeuglos und schnell, aber kinematisch fest. Resonant-akustisches Mischen (RAM) ist werkzeuglos, aber eindimensional und resonanzgebunden. Trajektionsmischen kombiniert kein Werkzeug im Produkt, frei konfigurierbare 2D-Bewegung und schnellen Behälterwechsel – stark dort, wo Wechselhäufigkeit und Sauberkeit den Takt bestimmen. Mehr dazu: Produktwechsel ohne Reinigungsstillstand.

    Häufige Fragen

    Was ist Trajektionsmischen?

    Ein rührwerkloses Mischverfahren, bei dem der verschlossene Behälter auf einer zweidimensionalen Lissajous-Bahn bewegt wird – die Mischwirkung entsteht durch die Massenbewegung des Produkts, nicht durch ein Werkzeug im Produkt.

    Welches Problem löst es?

    Vor allem häufige Produkt- und Rezepturwechsel: Der Behälter wird getauscht statt gereinigt, das vermeidet Kreuzkontamination und macht kleine Chargen wirtschaftlich.

    Für wen eignet es sich?

    Für Produktionen mit häufigen Wechseln, Variantenvielfalt, kleinen Chargen und hohen Reinigungsanforderungen. Weniger, wenn dauerhaft eine einzige Großcharge ohne Wechsel läuft.

    Von wem stammt die Technologie?

    Von der hs-tumbler GmbH aus Quakenbrück, Amtsgericht Osnabrück HRB 216166 – Technologie seit 2013, GmbH seit 2021, patentiert.

    Verfahren am realen Produkt prüfen

    Ob sich eine konkrete Aufgabe übertragen lässt, klären wir am besten im Versuch mit Ihrem Material. Wir arbeiten Trial-first – und sagen offen, wo das Verfahren nicht der richtige Weg ist.

    Versuch anfragen